Zukunft Döppersberg
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Umbau Döppersberg
Spatenstich am 30. Juni
Der Countdown läuft: Fünf Jahre Vorarbeit haben ein Ende, wenn Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Oberbürgermeister Jung am Döppersberg den obligatorischen Spatenstich ausführen. Der endgültige Termin dafür steht jetzt fest. Die Staatskanzlei hat das Kommen des Ministerpräsidenten für Dienstag, 30. Juni, um 10:15 Uhr angekündigt. Ob er dann auch den Bewilligungsbescheid in der Jackentasche, steht allerdings noch nicht fest.
Nur noch wenige Tage...
...dann steht der erste Spatenstich für den neuen Döppersberg an
"Das Ganze geht jetzt in die entscheidende Phase", so Bernhard Simon (CDU) als Vorsitzender der Planungs- und Baubegleitkommission Döppersberg. Und er wurde konkret in Sachen des größten Wuppertaler Bauprojektes seit dem Zweiten Weltkrieg: Der erste Spatenstich für den neuen Döppersberg steht fest. Der Umbau dauert mehrere Jahre und kostet 90 Millionen Euro - von denen das Land 65 Millionen bezahlt. Wuppertals Baudezernent Frank Meyer: "Diese Summe ist uns zugesagt."
Zurzeit, so Döppersberg-Projektteamleiterin Katja Schnell, laufe die Phase der Ausführungsplanung: Die Architekten arbeiten die städtischen Anregungen in die Pläne ein - beispielsweise in Sachen Einkaufs-Mall, Busbahnhof, Parkdeck, Dächer und Begrünung. Mit den Stadtwerken wird an einem kompletten Wegweisungssystem gearbeitet - und für Parkdeck und mall, so Katja Schnell, sei kurzfristig mit der Baugenehmigung zu rechnen.
Und die Hähnchen-Bude?
Teile des heutigen Bahnhofsvorplatzes gehören bereits der Stadt - und nicht mehr der Bahn. Das ließ die Mitglieder der Döppersberg-Kommission aufhorchen: Es gibt großes Interesse daran, die als überhöht empfundenen Parkgebühren vor dem Bahnhof herunterzufahren - und den Brathähnchenstand auf den Prüfstand zu stellen.
Gespräche für die Zeit des Umbaus und danach laufen mit dem "Intercity-Hotel" und dem Wuppertal-Institut: Dabei geht es um die Erreichbarkeit beider Gebäude, wenn der Döppersberg zur Riesenbaustelle wird. Außerdem wurden die Miter im Fußgängertunnel, dessen Zeit dem Ende entgegen geht, über die Zukunft informiert: Das städtische Gebäudemanagement wird für die Tunnel-Geschäfte Ersatzflächen in Elberfeld anbieten. Auf der Gesprächsliste folgen die Mieter des Köbo-Hauses, wo der Döppersberg-Umbau ebenfalls spürbare Auswirkungen haben wird.
Was noch kommt: Ein konkreter Zeitplan für Abriss- und Erdarbeiten im Bahnhofsumfeld, zahlreiche Leitungsverlegungen - und für den Zweirichtungsverkehr im Wall. Das alles aber kann erst genau terminiert werden, wenn ein getreten ist, was Projektleiterin Katja Schnell so ausdrückt: "Wir rechnen quasi täglich mit dem Förderbescheid. Dann haben wir absolute Verbindlichkeit."
Die Zeit im Blick hat Bau-Dezernent Frank Meyer auch beim "Investoren-Kubus": Für das mehrstöckig geplante Gebäude, in dem unterschiedliche Büro- oder Handelsnutzungen denkbar sind, gibt es zwei Interessenten. Meyer ist zuversichtlich, noch vor der Sommerpause mit einem von beiden zu einer Einigung zu kommen. Und der Dezernent stellte klar, dass es für die endgültige Form des Bauwerkes einen Architektenwettbewerb geben werde, um "hohe Qualität sicherzustellen". Zeitziel für die Realisierung des "Investoren-Kubus" sind die Jahre 2013 und 2014.
Ein Döppersberg-Versprechen gab Stadtplanungs-Abteilungsleiter Michael Walde den Politikern der Begleitkommission: "Wir planen nichts, was wir uns nicht leisten können. Das ist die klare Botschaft."